In einer Sonderausgabe zum Halloween-Fest haben Leser einige der furchterregendsten Orte im gesamten Vereinigten Königreich identifiziert. Der preisgekrönte Tipp hebt das Dunnottar Castle in Aberdeenshire, Schottland, hervor, das als einer der unheimlichsten Stätten des Landes beschrieben wird, das über der Nordsee thront. Der am meisten heimgesuchte Abschnitt des Schlosses ist die Whigs Vault, in der 1685 über 160 Gefangene unter schrecklichen Bedingungen festgehalten wurden. Besucher können Namen an den Wänden sehen und die Atmosphäre spüren, die von pfeifendem Wind und donnernden Wellen erzeugt wird; ein Beitragender erwähnte dabei eine persönliche Verbindung zur dort aufgezeichneten Familiengeschichte der Frasers.
Weitere Empfehlungen umfassen Pentre Ifan in Pembrokeshire, eine neolithische Grabkammer mit einem 16 Tonnen schweren Deckstein, der auf scharfen Spitzen balanciert. Ein Leser berichtete von einem Besuch am Ort kurz vor Einbruch der Dunkelheit und beschrieb ein unerklärliches tiefes Brummen sowie ein Gefühl der Unruhe, das zu einem hastigen Aufbruch veranlasste. In Somerset bietet das Gefängnis Shepton Mallet Führungen durch originale Zellen, die seit 1625 genutzt werden, einschließlich viktorianischer Blöcke, die mit den Kray-Zwillingen in Verbindung stehen. Der Ort bietet sowohl Tagesbesuche als auch nächtliche Geisterführungen an, bei denen Gäste Geschichten über Spukwesen hören oder sogar eine Nacht in einer kalten Zelle verbringen können.
In West Yorkshire steht das dachlose Gerippe der Kirche St. Thomas à Becket in Heptonstall als Ruine aus dem 13. Jahrhundert neben ihrem Nachfolger aus dem 19. Jahrhundert. Durch einen Sturm im Jahr 1847 zerstört, erzeugen die kahlen Bögen und der ausgehöhlte Turm eine dramatische Szene, die an die Tarotkarte „Der Turm“ erinnert. Das Four Crosses Inn in Staffordshire wird als das am meisten heimgesuchte Pub Englands genannt und liegt am Rand des Cannock Chase-Moorlandes. Das historische Gebäude, das über Generationen im Besitz der Familie eines Lesers war, verfügt über feuchte Keller und knarrende Dachböden, die mit lokalen Mordgeschichten in Verbindung gebracht werden.
Nordirland trägt das Cooneen Ghost House nahe Fivemiletown bei, ein verlassenes Bauernhaus, das für Poltergeist-Geschichten bekannt ist und von der Straße aus erahnt werden kann. Das nahegelegene Crocknagrally Forest bietet einen abgelegenen Ort für Spaziergänge, wo sich Volkssagen in die Landschaft aus dunklen Bäumen und einsamen Straßen zu weben scheinen. Auf der Halbinsel Llŷn in Wales liegt das verlassene Bergbaudorf Nant Gwrtheyrn am Fuße des Yr Eifl. Der Ort ist mit der tragischen Geschichte von Rhys und Meinir verbunden, einem Versteckspiel, das im Tod endete, was zur unheimlichen Atmosphäre beiträgt, die durch prasselnde Wellen und wilde Ziegen erzeugt wird.
Weitere gruselige Vorschläge umfassen das Slains Castle in Aberdeenshire, dessen Ruinen Bilder von Fledermäusen und Aristokraten evozieren, obwohl Gerüchte darüber, dass es Dracula inspiriert habe, unwahr sind. Der Ort ist für seine prekäre Lage am Klippenrand sowie die Geräusche von Rabenkrähen und Dohlen bekannt. Auf den South Downs in West Sussex befindet sich Chanctonbury Ring, eine Hügelburg aus der Eisenzeit, die von Buchen umgeben ist; nach Volkssagen enthüllt ein siebenmaliges Umhergehen den Teufel. Der Schriftsteller Robert Macfarlane dokumentierte dort eine furchterregende Erfahrung mit menschlich klingenden Schreien aus dem Baumkronendach.
Schließlich wird das Whitby Abbey in Yorkshire für seine gotische Atmosphäre und die dramatischen Ruinenbögen, die über die Küste blicken, hervorgehoben. Der Ort, der Bram Stokers Dracula inspirierte, bietet bei Dämmerung eine heimgesuchte Erfahrung, während Nebel von der Nordsee driftet. Die Leser betonen, dass diese Orte Geschichte, Landschaft und Legende kombinieren, um wirklich unvergessliche gruselige Erlebnisse zu schaffen.
Quellen: The Guardian Travel.